Chronik der Schule

Unsere Schule hat eine wechselvolle Geschichte:

Am 16.06.1970 wurde am heutigen Standort der Grundstein gelegt für eine Zentralschule, in der die Schüler der folgenden vier kleineren Landschulen in den Vier- und Marschlanden unterrichtet werden sollten:

–          Schule Reitbrook am Vorderdeich 151 (von 1885 bis 1966)

–           Schule Billwerder am Billwerder Billdeich 424 (gegründet 1885)

–           Schule Allermöhe bei der Kirche, Allermöher Deich 105 (eröffnet 1901)

–           Schule Allermöhe-Oberwärts, Allermöher Deich 445 (fertiggestellt 1902).

 

Pläne aus den 30er und 50er Jahren zur Zusammenlegung der o.g. Schulen waren bis dahin nicht verwirklicht worden, sodass wegen geringer Schülerzahlen in den einzelnen Gebieten in der Regel klassenübergreifend unterrichtet wurde.

Nach der Auflösung der einklassigen Schule Reitbrook 1966 gab es erstmals Jahrgangsklassen. Die neunte Klasse wurde nach Lohbrügge umgeschult, alle anderen Schüler kamen nach Allermöhe. Dort wurden ab 1968 nur noch die Jahrgänge 5 und 6 unterrichtet, während die Schüler der Klassen 7-9 nach Billwerder gingen bzw. mit Schulbussen gefahren wurden.

1970 wurden die verschiedenen Schulorte verwaltungstechnisch zur „Schule Allermöhe-Billwerder“ mit ca. 350 Schülern zusammengefasst. Während es an jedem der beiden Schulorte noch die Klassen 1-4 gab, waren die höheren Klassen nur einzügig.

Ab 1971 zogen dann endlich alle Lehrer und Schüler, verteilt auf 13 Klassen, in die neuen Gebäude am Mittleren Landweg ein. Sportunterricht fand bis zur Errichtung der Turnhalle 1975 nur auf dem Sportplatz des ETSV neben der Schule statt. Für naturwissenschaftlich-technischen Unterricht wurden Pavillons mit Funktionsräumen aufgestellt und 1977 eine Hausmeister-Wohnung eingerichtet.

Wegen sinkender Schülerzahlen gab es ab 1980/81 jedoch keine neue Klasse 5 mehr. 1983 wurden die letzten Hauptschüler aus H9 entlassen. Stattdessen wurden an der Schule von 1976 an vorübergehend Spätaussiedler- und Migrantenkinder in Übergangs- und ABC-Klassen alphabetisiert, um sie auf den Unterricht an allgemeinbildenden Schulen vorzubereiten.

 

Unsere Schule heute:

Was bis heute geblieben ist, ist die Grundschule. Seit 1972 hatte es nur noch einzügige Klassen 1-4 gegeben.

Zum Schuljahr 2001/02 wurde das Konzept des Jahrgangsübergreifenden Lernens“ (JÜL) neu eingeführt, zunächst für die Jahrgänge 1 und 2. Die Schule Mittlerer Landweg war damit eine der ersten Hamburger Grundschulen, die dieses Konzept übernahm.

Im Schuljahr 2002/03 wurden erstmals Vorschüler in die Schule aufgenommen und zunächst zusammen mit den „Erstklässlern“ unterrichtet, ebenso die Schüler der zweiten und dritten Jahrgangsstufe. Bereits ein Jahr später saßen die neuen Vorschüler mit „Erst- und Zweitklässlern“ in einem Raum. Das soziale Miteinander wird dadurch erheblich gestärkt bzw. zur Selbstverständlichkeit, sowohl leistungsschwächere als auch -stärkere Schüler haben ihre Fördermöglichkeiten innerhalb einer Klasse, die „Großen“ helfen den „Kleineren“.

Seit dem Schuljahr 2005/06 ist das Konzept des JÜL  durchgewachsen, d.h. in allen Lerngruppen wird seitdem jahrgangsübergreifend gelernt.

Zum Schuljahr 2016/17 werden die Jahrgänge 1/2 wieder in jahrgangshomogene Klassen unterrichtet.

Im Jahr 2011 feierte die Schule ihr 40-jähriges Bestehen.